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Verschiedene Schwindel Arten

Welche Arten von Schwindel gibt es

Die Welt um Sie herum dreht sich, oder der Boden schwankt. Schwindelattacken beeinträchtigen Ihre Sinne, und Sie fühlen sich hilflos. Ihr Gleichgewichtssinn spielt verrückt.

Mediziner unterscheiden einige Arten von Schwindel (Vertigo):

– den systematischen
– den asystematischen
– den visuellen und
– den psychogenen Schwindel.

Typisch sind Missempfindungen wie Drehschwindel, Schwankschwindel, Liftschwindel (ein angebliches Heben oder Senken des Bodens), ein Taumelgefühl oder ein Seitwärtssinken (Lateropulsion), Unsicherheitsgefühle bzw. ein Schwarzsehen vor den Augen.

 

Alle diese Schwindelsymptome können aufgrund ungewohnter Sinnesreizungen oder gestörter Funktionen des Gleichgewichtsorganes in den inneren Ohren (Vestibularapparat), einer Fehlfunktion beim Sehen, einer Erkrankung des Hirnes oder häufig aufgrund einer Störung des Zusammenspiels der Ohren, Augen und der Tiefenwahrnehmung (dem Körpergefühl) entstehen. Diese Gleichgewichtsstörungen verursachen Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Augenzittern oder unwillkürliche Augenbewegungen (Nystagmus), Schwitzen, Benommenheit und Fallneigung.

 

Da beim systematischen Schwindel meistens das Gleichgewichtsorgan im Innenohr erkrankt ist, nennt man diese Schwindelart auch Vestibularisschwindel, Ohrschwindel oder labyrinthärer Schwindel. Hierbei können Sie eine scheinbare Drehbewegung des Raumes empfinden, den sogenannten Drehschwindel, oder das Gefühl haben, als schwanke der Boden unter Ihren Füßen, wie beim sogenannten Schwankschwindel. Ein Gefühl wie im Fahrstuhl verursacht Ihnen der sogenannte Liftschwindel. Heftige Körperbewegungen oder ein Seitwärtssinken des Körpers, Lateropulsion genannt, gehören ebenso wie ein Taumelgefühl mit zum systematischen Schwindel.

 

Der gutartige Lagerungsschwindel tritt meistens im späteren Erwachsenenalter auf und zählt als besondere Form des systematischen Schwindels. Hier lagern sich Ohrsteinchen in den Bogengängen des Innenohres ab, was den Vertigo auslösen kann. Auch bei einer Änderung der Kopfhaltung kann Schwindel ausgelöst werden, was mit Augenzittern (Nystagmus) einhergeht und Kopflageschwindel genannt wird.

Sinnesreizungen, die ungewöhnlich und extrem auftreten, wie z. B. während einer Flug-, Schiffs- oder Autoreise können Ihnen einen Reizschwindel verursachen. Genau wie beim Höhenschwindel, der ebenfalls aus einem Reiz heraus entsteht, sind diese Arten von Vertigo nicht krankhaft, sondern stellen einen Schutzmechanismus des Körpers dar.

 

Ursachen des systematischen Schwindels können aber auch Störungen, Erkrankungen oder Ausfall am Gleichgewichtsorgan sein wie bei der Menière-Krankheit, der Labyrinthitis und dem Lermoyez-Syndroms, um Ihnen einige zu nennen.

Je nach Dauer der Anfälle unterscheidet man kurze, aber heftige Dreh- oder Schwankschwindelattacken, anhaltenden Drehschwindel, der die Zeit von Sekunden bis Stunden umfassen kann, und chronischen Dauerschwindel, dem ständigen Begleiter für manche Betroffene.

 

Asystematischer Schwindel wird auch oft Hirnschwindel genannt. Als Ursache gelten krankhafte Veränderungen im Bereich des Gehirns, die die Reizübermittlung der Sinneseindrücke stören. Symptome wie Taumeln, Schwarzsehen vor den Augen oder Vertigo, verbunden mit unsicherem Gefühl beim Gehen, Stehen und Sitzen, können Sie warnen. Durchblutungsstörungen, Schlaganfall, Hirntumor, Meningitis, Migräne oder Multiple Sklerose können den Hirnstamm schädigen und dadurch Schwindelanfälle herbeiführen.

Visuell ausgelöster Schwindel entsteht durch Erkrankungen des Auges und damit bedingten Störungen beim Sehen. Eine Augenmuskellähmung oder eine Heterophorie können der Grund sein. Aber auch durch die optokenetische Bewegungskrankheit kann ein Schwindel ausbrechen. Hier können Bewegungsreize, die in 3-D-Kinos oder Flugsimulatoren provoziert werden, einen Widerspruch zwischen der Wahrnehmung des Auges und erwarteter, jedoch fehlender Körperbeschleunigung einen Schwankschwindel auslösen.

 

Der phobische Attackenschwindel gehört zu den psychogenen Schwindelarten. Dieser Schwankschwindel ist häufig Teil einer Panikattacke.Er kann Sie plötzlich und kurzzeitig z. B. in Situationen auf großen Plätzen, Brücken, in leeren Räumen oder dichten Menschenansammlungen befallen, wenn Sie mit entsprechenden, krankhaften Ängsten oder starken psychischen Belastungen behaftet sind.

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