Start / Gesundheit / Wie gefährlich ist der Epstein Barr Virus wirklich?

Wie gefährlich ist der Epstein Barr Virus wirklich?

Das Epstein Barr Virus kann genauso harmlos sein, wie es heimtükisch und hartnäckig sein kann. Das Virus aus der Familie der Herpes-Viren kann bei Menschen sowohl als unentdeckte Infektion ohne gravierende Symptome oder Langzeitfolgen verlaufen oder aber zu enormen, gesundheitlichen Problemen führen. Selbst chronische Erkrankungen aufgrund einer akuten Epstein-Barr-Virusinfektion sind keine Seltenheit.

Das Epstein Barr Virus – ein Steckbrief

Das Epstein Barr Virus ist keine Seltenheit. Eine große Anzahl an Menschen erkrankt an dieser Infektion, die als Tröpcheninfektion übertragen wird, meist über den Speichel. Infiziert man sich im Kindesalter mit dem Epstein Barr Virus, treten meist keine Symptome auf. die Krankheit bleibt meist unentdeckt und verläuft folgenlos. Erkrankt man jedoch als Erwachsener, bricht die Krankheit meist als Pfeiffersches Drüsenfieber aus. Häufig tritt die Erkrankung im Jugendalter auf. Da hier meist der erste engere Kontakt zu anderen Jugendlichen besteht, verbreitet sich die Krankheit in diesem Alter oft schnell. Deswegen ist die Epstein-Barr-Virusinfektion auch unter dem Namen „Kusskrankheit“ bekannt. Erkranken Erwachsene später, steigt die Wahrscheinlichkeit, ein ausgeprägtes Pfeiffersches Drüsenfieber zu entwickeln. Häufig ist der Krankheitsverlauf mit zunehmenden Alter gravierender und befällt verschiedene Organe. Oft haben Betroffene mit den direkten Folgen einer Epstein-Barr-Virusinfektion mehrere Monate bis hin zu Jahren zu kämpfen. Doch auch, wenn das Pfeiffersche Drüsenfieber längst bekämpft ist und auch die Folgen der Erkrankung abgeklungen sind, bleibt das Epstein Barr Virus im Körper. Wie alle Herpesviren persistiert es sich im Wirt und kann jederzeit erneut ausbrechen. In der Regel reagiert der Körper des Wirts auf einen erneuten Ausbruch sehr schnell und kann das Virus zuverlässig eindämmen. Doch bei Störungen des Immunsystems kann eine chronische Epstein-Barr-Virusinfektion auch ein Leben lang Probleme bereiten.

epstein-barr-virus-4.6.8-6.0

Wie erkennt man eine Infektion?

Patienten, die am Pfeifferschen Drüsenfieber erkankt sind, haben meist Fieber und Schmerzen im Hals und in den Gliedern. Das allein lässt aber kein Pfeiffersches Drüsenfieber erkennen, denn es sind Symptome für viele Infektionen. Meist sind aber die Lymphknoten ungewöhnlich stark angeschwollen. Allein das verursacht Schmerzen, die auf eine Epstein-Barr-Virusinfektion hinweisen. Treten keiner dieser Symptome auf, weil die Infektion zum Beispiel im Kindesalter auftritt, wird meist auch kein Verdacht geschöpft oder Nachweis angestrebt. Kommt es jedoch zu den typischen Symptomen wie den geschwollenen Lymphknoten, kann ein Nachweis für die nachfolgende Behandlung sehr wichtig sein. In diesem Falle werden Blutuntersuchungen vorgenommen, die entweder die Antikörper gegen das Virus oder das Virus direkt nachweisen können. Sollten sie den Verdacht haben, dass Sie oder eines Ihrer Familienmitglieder am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt ist, sollten Sie diesen Verdacht dringend äußern und sich selbst oder den Betroffenen testen lassen. Denn weiß man nichts von den lebenslang im Körper verbleibenden Herpesviren, kann das später gravierende Folgen haben.

Wie entsteht eine chronische Epstein-Barr-Virusinfektion?

Das Epstein-Barr-Virus ist deshalb besonders tükisch, weil es sich auf verschiedene Organe ausbreiten kann und nicht bei jedem Menschen die gleichen Reaktionen hervorruft. Dadurch, dass es lebenslang im Körper verbleibt, kann es auch nach einer akuten Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber zu Problemen führen. Immer mehr Menschen haben ein geschwächtes oder andersweitig nicht intaktes Immunsystem. Besonders bei diesen Menschen verläuft eine Epstein-Barr-Virusinfektion chronisch. Je nachdem, auf welche Organe sich das Epstein Barr Virus ausbreitet, können die entsprechenden Beschwerden das gesamte Leben begleiten. Im Falle eines Nervenbefalls kann zum Beispiel auch innere Unruhe eine Folge der Erkrankung sein. Aber vor allem auch chronische Leberbeschwerden sind auf das Virus zurückzuführen. Die Kenntnis über eine Infektion und deren mögliche Folgen sind also wichtig für eine korrekte und effiziente Behandlung.

Check Also

Verschiedene Schwindel Arten

Welche Arten von Schwindel gibt es Die Welt um Sie herum dreht sich, oder der …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.